Erdbeben
Entstehung von Erdbeben
Es wird im Wesentlichen zwischen zwei Arten von Erdbeben unterschieden, den natürlichen und den induzierten Erdbeben. Natürliche Erdbeben entstehen durch Bewegungen in der Erdkruste, welche aus mehreren Krustenplatten besteht. Die Platten treiben aufeinander zu und erzeugen hohe Spannungen an ihren Rändern, die sich gelegentlich in Form von Erdbeben abbauen. Durch die starken Kräfte, welche auf die Platten wirken, zerbrechen diese und bewirken eine Verschiebung der Erdschichten. Druckwellen und Erschütterungen sind die Folgen, welche an die Erdoberfläche treten und als Erdbeben gespürt werden. Induzierte Erdbeben werden durch den Menschen ausgelöst. Durch Bergbau und Ölabbau aber auch durch Talsperren und Sprengungen können diese Erdbewegungen entstehen.
Ursache und Wirkung
Wird der Reibungsdruck einer Bruchstelle überschritten, wird Energie freigesetzt, welche zum größten Teil in thermische Energie auftritt. Der wesentlich kleinere Anteil wird in seismische Energie umgewandelt, welche aber die wellenartigen Schwingungen zur Folge haben. Die Erde bebt. Die größte Wirkung der freiwerdenen seismischen Energie kann im Epizentrum beobachtet werden, dabei gilt, je weiter das Epizentrum entfernt ist, umso geringer die Intensität des Bebens. Die Stärke einer Erdbewegung kann anhand einer 12-stuffigen Skala, besser bekannt als der Richterskale, und mit Hilfe von Seismographen, welche das Erdbeben messen, festgestellt werden. Doch auch sie können ein Beben nicht zeitnah vorhersagen, so dass bei großen Erdbeben keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden können und schwere Folgen für bewohntes Gebiet mit sich bringen. Mehr als 2 Millionen Menschen fanden den Tod im vergangenen Jahrhundert, von den volkswirtschaftlichen Schäden mal ganz abgesehen. Das stärkste Erdbeben hatte eine Intensität von 9,5 auf der Richterscala und wurde 1960 im Pazifischen Ozean gemessen.
Erforschung von Erdbeben
Durch die seit 1900 betriebenen Aufzeichnungen von Erdbeben, versuchen die Forscher herhauszufinden, wie bessere Erkennungsmaßnahmen aussehen können. Für Seebeben konnte bereits ein Frühwarnsystem entwickelt werden. Da auch aktive Vulkane Erdbeben auslösen, wird versucht die Eigenschaften genaustens zu erforschen und auf Techniken zur Erkennung zu übertragen. Forschungen sind langwierige Prozesse, doch werden notwendig, da Simulationen im Labor nicht nachgestellt werden können, da der Druck auf die Erdplatten künstlich erzeugt wird. Die Ergebnisse geben keine genauen Werte wieder und sind somit für den Allgemeinbedarf nutzlos. Die Entwicklung und Bereitstellung von immer besser messenden Seismographen führt zur flächendeckenden Überwachung von Erdbebenereignissen, die helfen sollen die Beben zu verstehen.
Erdbeben der Vergangenheit
Am 27.07.1976 bebte in China, Tangshan die Erde. Das Erdbeben wurde mit Einer Stärke von 8,2 auf der Richterscala gemessen. Offiziell sind bei diesem Beben 255.000 und inoffiziell bis zu 800.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Bewohner wurden von der Stärke und Intensität überracht.
Beim Erdbeben von San Fransisco von 1906 starben 3000 Menschen, dafür stand die Stadt in Schutt und Asche. Weihnachten 2004 entwickelte sich ein Tsunami nachdem ein Seebeben der Stärke 9,1 ausbrach. Die Bewohner der Westküste Sumatras konnten nicht gewarnt werden, da es bis zu diesem Zeitpunkt kein Frühwarnsystem gab. Der Tsunami kostete ca. 230000 Menschenleben, darunter auch viele Touristen.
Immerwieder kommt es zu schweren Ausbrüchen. Schätzungweise gibt es etwa eine Million Erdbeben im Jahr. Die Intensitäten sind aber sehr unterschiedlich. Die meisten Erdbeben bleiben für den Menschen nicht spürbar.

San Francisco nach dem Erdbeben 1906
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